Das andere Leben

Da für mich immer fest stand, dass ich durch den Sport nie meinen Lebensunterhalt dauerhaft werde finanzieren können, habe ich viel Wert auf meine Ausbildung gelegt. So konnte ich im Jahr 2007 mein Abitur als jüngster meines Jahrgangs (17 Jahre) mit einem Notendurchschnitt von 1,3 ablegen und war darüber hinaus Jahrgangsbester in Chemie und Physik.

Entsprechend meiner Vorlieben für Naturwissenschaften habe ich mich 2007 für ein Physikstudium an der Universität Heidelberg entschieden.
Durch ein Abkommen mit der Universität habe ich das Glück, etwas länger studieren zu dürfen, um mich neben dem Studium gut auf meinen Sport konzentrieren zu können.

Von August 2010 bis Dezember 2010 war ich Mitglieder in der Gruppe von Frau Prof. Dr. J. Stachel und durfte somit am Alice Projekt am Cern mitarbeiten. Auf Grund von Problemen bei der Kombinierung von Leistungssport mit dem Alice Projekt, habe ich diese Gruppe nach der IPC-Weltmeisterschaft 2011 verlassen und im Februar 2011 ein weiteres Praktikum unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus Blaum am Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg begonnen. Nach Beendigung des Praktikums im März 2011, durfte ich dort meine Bachelorarbeit über numerische Simulationen der elektrostatischen Eigenschaften der THe-Trap Penningfalle schreiben. Diese Arbeit reichte ich im August 2011 ein und sie erhielt die Note 1,0. Im Wintersemester 2012/2013 habe ich mein Bachelor-Physikstudium mit der Note 1,9 abgeschlossen und fing direkt im Anschluss mit dem Masterstudium an. Im März 2013 konnte ich bei Prof. Dr. Klaus Blaum meine Masterprüfung mit 1,0 ablegen und habe direkt im Anschluss mit der Forschung an meiner Masterarbeit begonnen. Diese konnte ich im Oktober 2014 mit einer Note von 1,3 sowie mein gesamtes Studium mit einer Durchschnittsnote von 1,2 abschließen.

Auf Grund meiner Leistungen während der Masterarbeit hat mir Prof. Dr. Klaus Blaum die Promotion angeboten, wobei ich das große Glück habe mich parallel zur Promotion auf die Spiele in Rio 2016 vorbereiten zu dürfen. Entsprechend bin ich seit November 2014 Doktorand am Max-Planck-Institut für Kernphysik.

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